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    Die verbaute Insel

    Unser Insel-Urlaubtrip ging das verlängerte Wochenende auf den Campingplatz des DJH Prora (Rügen). Eine nette Begrüßung und sauberes Ambiente versprachen ein wunderbaren Aufenthalt. Den Preis von 18,50 EUR/Person konnten wir dank Ende der Saison drücken, sodass es dazu auch noch preiswert wurde.
     
    Der Zeltplatz liegt direkt an den Nazi-Bollwerk "KdF - Kraft durch Freude" welches 1945 zu einem der größten Erholungsheime werden sollte. Leider kam der Krieg dazwischen und es blieben grauenhafte Ruinen die teilweise bis ins Wasser führen und die halbe Küste verschandeln. Glücklicherweise hat es für den Bau der zwei Schwimm- und Sporthallen sowie die Fest- und Eingangshalle (ca. 6000 Neuankömmlinge sollten Platz finden) und den vollständigen Bau des Hafens nicht mehr gereicht. Die 5 fertig gestellten Blöcke (geplant waren 8 Blöcke) sind vom Strand nicht sichtbar, da davor ein Wald die Sicht verdeckt, was neue Investoren sicher abschreckt. Ein österreichischer Investor hat einen Block erworben und ohne Genehmigung einen Teil des Waldes gerodet. Dafür wurde er natürlich gesteinigt und durfte kräftig zahlen. Ich denke es wird sich trotzdem gelohnt haben, denn wer will schon am Meer ohne Meerblick wohnen.
    Am nächsten Tag ging es mit dem Radl zum Ostseebad Binz wo wir an den typischen Flaniermeilen spazierten und die eine oder andere Köstlichkeit genossen. In Binz gab es zudem eine dampfbetriebene Schmalspurbahn welche sie unglaublicherweise "Rasender Roland" nannten. Mit etwa 30km/h genossen wir die Aussicht auf der Plattform am Ende und Anfang der Waggons bis zur idyllischen Kleinstadt Putbus. Mit dem Rad ging es anschließend immer am Sandstrand lang wieder zurück an unseren Zeltplatz.
     
    Der Montag versprach sehr sonnig zu werden und wir brutzelten bereits morgens um 11 Uhr in der Hafenanlage des Nazi-Bollwerks. Diese hatte zum einen den Vorteil das man hier nicht nur windgeschützt sondern auch völlig einsam war (da abgesperrt). Zudem sammelte sich der Sand am betonierten Hafen und der Einstieg ins Wasser war knietief. Krebsrot machten wir uns am Nachmittag mit dem "Quer durch Deutschland" entspannt und preiswert wieder auf den Rückweg nach Berlin.
     
    Zum Ende sei noch eines liebe DBahn gesagt sein, wenn jeder seinen Personalwechsel so ankündigen würde wie bei der Deutschen Bahn dann stelle ich mir den Einkauf bei Kaisers so vor:
    Tööörööötööötöööötöö töööötööötöötööötööö tö in ihrem Kaisers-Supermarkt fand um 16 Uhr ein Personalwechsel statt. Wir freuen uns, unsere neu hereingekommen Gäste und die bereits verweilenden an unserer Kasse begrüßen zu dürfen. An den Obst- und Gemüseständen finden Sie .... oh mein Gott
     

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